Der digitale Graben wird tiefer, schreibt BITKOM in seiner Presserklärung zu den Surfgewohnheiten der deutschen Internetnutzer. Im Schnitt sind die deutschen Internet-Nutzer täglich 135 Minuten im Web aktiv. Die Dauer der täglichen Internet-Nutzung steigt dabei mit dem formalen Bildungsabschluss. Fast jeder zweite User mit Abitur (48 Prozent) nutzt das Web im Schnitt zwei Stunden am Tag oder länger. Bei den Internet-Nutzern mit Hauptschulabschluss ist es nur jeder vierte (25 Prozent). Unterschiede bei der täglichen Web-Nutzung gibt es zudem zwischen jung und alt: Fast zwei Drittel (60 Prozent) der User unter 30 Jahren sind zwei Stunden und länger im Netz. Von den 50- bis 64-Jährigen ist es nur jeder siebte (14 Prozent), bei den Senioren über 65 Jahren gar nur jeder zwölfte (8 Prozent). Der digitale Graben verläuft in Deutschland demnach einerseits zwischen den Altersklassen, andererseits zwischen den Bildungsschichten. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Gegenstand der Untersuchung war dabei nicht die passive Online-Zeit durch einen im Hintergrund geöffneten Browser, erfasst wurde vielmehr die aktive Nutzung des Internets für private oder berufliche Zwecke. Gut 70 Prozent aller Deutschen sind zumindest gelegentlich online. Fast jeder dritte deutsche Internet-Nutzer (30 Prozent) ist weniger als eine Stunde online aktiv, gut jeder dritte (35 Prozent) 1-2 Stunden, jeder vierte 2-5 Stunden (26 Prozent). Jeder elfte deutsche Internetnutzer gehört zu den „Heavy Usern“ und ist im Tagesschnitt mehr als fünf Stunden im Web. Dabei sind 8 Prozent 5-10 Stunden und 1 Prozent länger als 10 Stunden online. Unter Abiturienten ist der Anteil der Heavy User mit 16 Prozent fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Bevölkerung. Dabei sind 14 Prozent der Internetnutzer mit Abitur 5-10 Stunden und immerhin zwei Prozent über 10 Stunden online aktiv. Zur Methodik: Die Daten wurden in einer repräsentativen Befragung der ARIS Umfrageforschung im Auftrag des BITKOM erhoben. Dabei wurden 1.000 Personen in Privathaushalten ab 14 Jahre befragt. Als die Deutsche Post ihr ePost-Konzept der Öffentlichkeit vorstellte, war ich als einer der ersten dabei und habe meine E-Postbrief Adresse gesichert. Daraufhin erhielt ich ein paar Tage später einen Schreibebrief mit einer Vorabbestätigung und einem Registrierungscode. Diesen Code habe ich dann unter www.epost.de eingegeben. "Starten Sie in die neue Welt des E-Postbriefs" schrieb mir mit freundlichen worten mein persönlicher Ansprechpartner "Ihr Kundenservice BRIEF". Toll, den Herrn Kundenservice hab ich dann gleich in meine Adressdatenbank eingegeben - oder ist "Ihr" ein weiblicher Vorname? Nun denn - der 12stellige Code war schnell eingegeben, meine Frau hat mich bei der Groß/Kleinschreibung unterstützt, und drin war ich in der neuen Welt, die mir verbindliche, vertrauliche und verlässliche Kommunikation - jetzt auch elektronisch - zusicherte. Allein der Brief von "Ihr" in Kombination mit dem komplizierten Passwort brachte mich nur auf die Seite, auf der ich - wie bei Facebook - meine persönlichen Daten mal eben reinschreiben sollte. Also, wer mir einen Brief an meine Adresse schreibt und mich dann auffordert, nach einer durch ihn per Post übersandten Geheimcodeeingabe, noch einmal die ganzen Adressdaten einzutragen, der muss schon ganz schön Zeit haben - und sie beim Adressaten auch erwarten. Eine neue TAN- per SMS gemailt brachte mich dann auch eine Stufe weiter. Neue Welt - wo bist Du? "Drucken Sie das Formular aus, nehmen Sie Ihren gültigen Ausweis mit und gehen Sie damit zu einer autorisierten Poststelle!" war die nächste Hürde, die sich zwischen mir und der "neuen Welt" auftat. Gesagt getan. Ausdruckl war kein Problem - aber welche Poststelle ist autorisiert? Ein Klick auf den angebotenen Link sollte mich weiterbringen - weit gefehlt. Nach kurzem Aufleuchten, man konnt grad erkennen, dass es sich um eine Auflistung handelte, wurde die angepriesene Seite wieder geschlossen. Also trainierte ich meine Augen auf Schnelllesen und sekundengenaue Erfassung, klickte den Link ein paar mal und fand schließlich eine Adresse, die mir bekannt war. Mit meinem Ausweis bewaffnet fuhr ich dann zum Postoffice meines Vertrauens. Die autorisierte Mitarbeiterin nahm meinen Personalausweis, scannte einen Barcode von meinem Ausdruck und gab dann per Hand zum dritten Mal (zweimal hatte ich es ja schon online erledigt) meine Adressdaten ein. Zusätzlich dann auch die Nummer, Ausstellungsort und Datum meines Ausweises. Das druckte sie dann aus und legte es mir zur Kontrolle und Unterschrift vor. Der ganze Vorgang nahm (bei sich aufbauender Schalterschlange hinter mir) ca 7 Minuten in Anspruch. Nun sollte ich per SMS eine Freischaltung erhalten, auf die ich dann neugierig wartete. Am nächsten Tag, dem 02.09. war es dann soweit. eine SMS "Willkommen beim E-Postbrief. Sie sind hiermit freigeschaltet. Ihr Benutzername lautet: es folgte meine vonmir selbst vor längerer Zeit reservierte ePost-Adresse. Wow.... Also, gewappnet mit einer frischen Tasse Kaffee setzte ich mich feierlich vor den PC und bereitete mich darauf vor, einen Brief an meine liebe Schwiegermutter zu schreiben - ich hatte ihr den ersten EPost-Brief versprochen. Aber es war nochnicht so weit. Erst durfte ich nach Durchlesen des aufmunternden Willkommnsbriefes - "Ihr" schrieb mir jetzt elektronisch (sehr gut, one face to the customer) mal meine Kontodaten eingeben und meine Adressdaten überprüfen. Bankverbindung war über https schnell eingesaugt. Nun machte ich mich über meinen Postkasten her. Ich gab die Post-Adresse von Schwiegermutter in meine Datei ein, denn sie hat ja weder eMail noch ePost, und bestätigte die Eingabe, die auch ohne Protest angenommen wurde. Brief schreiben - das war es, was ich wollte. Beim Anklicken von "An:" öffnete sich der öffentliche Adresspeicher mit der Möglichkeit, auf meinen privaten (mit Schwiegermutters Adresse versehenen) privaten Adressspeicher umzuschalten. Ich klickte Schwiegermutters Adresse an und bekam den Bescheid, dass die Adresse übernommen wurde. Aber wo war sie? Nirgends war Schwiegermutters Anschrift zu finden. Also - raus aus dem Entwurf - Abspeichern des Entwurfs nach Aufblinken des Fensters war nicht möglich - und nochmal versuchen - dieses Mal aber mit Tinte und Papier, Briefumschlag und Briefmarke. Ichhab den Brief geschrieben und werfe ihn jetztgleich in den gelben Kasten auf dem Weg nach Hause - der wird um 16.00 Uhr geleert und morgen hat Schwiegermutter meinen Brief. Wie gut, dass es die Post gibt. So schützen Sie sich vor Kostenfallen im Web 08/12/2010
Der Bundesverband BITKOM hat diese nützliche Sammlung von Tipps zusammengestellt, die wir an dieser Stelle gern weitergeben: Berlin, 12. August 2010 Immer wieder versuchen Betrüger im Internet mit vermeintlichen Gratis-Inhalten abzukassieren. Sie schieben Besuchern, die sich auf ihren Seiten registrieren, im Kleingedruckten kostenpflichtige Abonnements unter. Solche Seiten locken mit Unterhaltung, Tipps oder Produkten zum Nulltarif – von Witzen über Sudoku-Rätsel, Ratschläge für Tierfreunde und Hausaufgabenhilfen bis hin zu angeblicher Gratis-Software. „Internetnutzer können sich vor Abo-Fallen in den meisten Fällen wirksam schützen“, betont BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Am besten beugt man vor, indem man ohne triftigen Grund keine Kontakt- oder Zahlungsdaten angibt, dubiose Angebote grundsätzlich meidet und im Zweifelsfall auch das Kleingedruckte liest.“ Hier die wichtigsten Tipps des BITKOM, wie man Kostenfallen aus dem Weg geht und wie Nutzer reagieren können, wenn sie dennoch zur Kasse gebeten werden: 1. Vorsicht mit persönlichen Daten Internet-Surfer sollten ein gesundes Misstrauen zeigen, wenn sie für angeblich kostenlose Web-Inhalte oder Services Namen und Adresse angeben sollen. Das gleiche gilt für Telefonnummern, E-Mail-Adressen und erst recht für Bank- und Kreditkartendaten. Für die Lektüre oder den Download von Gratis-Inhalten sind diese Daten in aller Regel nicht nötig. Wenn Sie Zweifel an der Seriosität haben und befürchten, Ihre Angaben könnten missbraucht werden: Finger weg. Nutzer können natürlich erfundene Daten eingeben, mit denen sie nicht identifizierbar sind. Doch meist ist es einfacher, ein paar Mausklicks weiter seriöse Angebote zu finden. 2. Das Kleingedruckte lesen Bei manchen Angeboten ist es nötig, Namen und Adresse anzugeben – etwa, wenn Sendungen per Post zugestellt werden sollen. Gerade bei Dienstleistern, die ihnen unbekannt sind, sollten Kunden die Geschäftsbedingungen (AGB) und andere klein gedruckte Textpassagen aufmerksam lesen. Dort sollten keine versteckten Zahlungsverpflichtungen enthalten sein. Ein Zeichen für Seriosität ist auch ein Impressum mit voller Anschrift und Nennung des Verantwortlichen. Zudem sollte eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer für Rückfragen angegeben sein. 3. Im Zweifel nicht zahlen Wer Geld verlangt, muss einen Vertragsabschluss nachweisen können. Nutzer von Webseiten sollten nicht zahlen, wenn sie sich getäuscht fühlen. Ein Vertrag kommt nur zustande, wenn die Kunden über die Bedingungen des Angebots informiert sind und diese bewusst akzeptieren. Das muss der Anbieter nachweisen können. Gerichte haben entschieden, dass bei fehlenden oder versteckten Preisangaben kein Vertrag zustande kommt. Internet-Surfer sollten sich nicht beeindrucken lassen, wenn mit Anwälten, Inkasso, einer Zwangsvollstreckung oder Strafanzeige gedroht wird. Hier wird in den allermeisten Fällen lediglich eine harte Drohkulisse aufgebaut. Rechtlich gesehen haben die Falschspieler kaum Chancen, es kommt fast nie zu Gerichtsprozessen. Nutzer, die voreilig zahlen, erkennen die unseriösen Verträge an und können sich nicht mehr wehren. 4. Vertrag bestreiten und Widerrufsrecht nutzen Internet-Nutzer sind nicht verpflichtet, auf nachweislich unseriöse Forderungen einzugehen. Wer sicher gehen will, sollte aber den vom Anbieter behaupteten Vertrag für alle Fälle anfechten und hilfsweise auch im Rahmen des Widerrufsrechts widerrufen. Musterbriefe halten die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen Im Internet bereit. Tipp: Den Brief am besten per Einschreiben mit Rückschein versenden und keine persönlichen Daten angeben, die der Anbieter noch nicht kennt. Lassen Sie sich aber nicht auf einen langen Schriftwechsel mit Abzockern ein. Übrigens: Das Widerrufsrecht bleibt bei Abo-Fallen meist über die gesetzliche 14-Tages-Frist hinaus gültig. Grund: Der Kunde muss „in Textform“ darauf hingewiesen werden, das heißt durch einen Ausdruck oder per E-Mail. In der Praxis geschieht das selten, die Betreiber geben meist nur einen kleinen Hinweis auf der Webseite. Viele dubiose Verträge lassen sich also rechtlich gesehen unbegrenzt widerrufen. 5. Mahnbescheid widersprechen Hartnäckige Bauernfänger lassen ihren Opfern einen gerichtlichen Mahnbescheid zustellen. Das bedeutet nicht, dass die Forderung berechtigt ist, aber die Empfänger müssen reagieren. Sie haben zwei Wochen Zeit, dem Bescheid schriftlich zu widersprechen. Rechnen Sie die Postlaufzeit ein. Eine Begründung muss nicht angegeben werden. Der Widerspruch reicht meist, Betrüger reichen in der Regel keine Klage mehr ein. 6. Eltern haften nicht für Kinder Kinder und Jugendliche unter 18 dürfen keine teuren Abo-Verträge schließen, wenn ihre Eltern nicht einwilligen. Ohne Zustimmung ist ein solcher Vertrag wirkungslos, und die Eltern müssen nicht zahlen. Das gilt zumindest dann, wenn der geforderte Betrag über ein übliches Taschengeld hinausgeht. Selbst wenn Minderjährige ihr Alter falsch angegeben haben, haften Eltern nicht. Nach Meinung von Experten ist es Sache der Anbieter von Web-Inhalten, für eine effektive Alterskontrolle zu sorgen. Ist Social Media wirklich ein Zeitfresser? 07/14/2010
Immer wieder kommt in Diskussionen die Frage auf, ob die Nutzung von Social Media-Plattformen Zeit frisst und damit von anderen, wirklich wichtigen Aufgaben ablenkt. Für mich selbst ist diese Frage klar zu verneinen. Wenn wir uns auf Social Media-Plattformen bewegen, verändert sich unser Kommunikationsverhalten. Wir ersetzen also herkömmliche Wege der Informationsvermittlung durch diese Plattformen. Wo wir uns früher per Newsletter auf den Stand gebracht haben, lachen wir dies heute via RSS, Twitter oder Facebook. E-MAils werden ersetzt durch Postings auf den Plattformen. Die Summe aller Kommunikation bleibt gleich und ist allein schon durch die 24 Stunden begrenzt, die der Tag uns für unsere Aktivitäten anbietet. Meine Lieblingsplattformen sind FAcebook, Xing, Linkedin und Twitter. Unterwegs lasse ich gern auf Foursquare von mir hören und meine Restaurant- und Reiseerfahrungen tausche ich auf Qype aus. Youtube bietet mir die bewegten Bilder, die ich zum jeweiligen Thema benötige und für die Tagesschau brauche ich keinen festen Termin mehr - sie ist ja online verfügbar. ![]() Für die Nutzung sozialer Netzwerke gibt es viele Anlässe und Gründe. Die wichtigsten hat der Bundesverband BITKOM hier in einer Grafik zusammengestellt. 30 Mio Deutsche haben mittlerweile Spaß und Sinn in der Kommunikation via Internet gefunden. Eine Zahl, die natürlich auch Datenschützer und Verbraucherschützer aufhorchen läßt. So hat Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner den Facebook-Gründer MArk Zuckerberg persönlich zu mehr nachhaltigem Datenschutz aufgerufen und bietet Gespräche hierzu an. "Social Networks" sind nicht "vom Sozialamt bereitgestellte" Netzwerke. Sie sind allesamt Geschäftsmodelle, die dem Zweck der Gewinnerzielung folgen. Darum darf man den Managern dieser Netze auch nicht verübeln, dass sie unter Berücksichtigung der rechtlichen Voraussetzungen aus diesen Netzen Kapital generieren. Stiftung Warentest schlägt Alarm. Getestete soziale Netzwerke haben Mängel beim Datenschutz und der Datensicherheit, bei acht von zehn sind es „deutliche“ oder „erhebliche“ Mängel. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der April-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, nachdem sie untersucht hat, wie soziale Netzwerke mit den privaten Daten ihrer Mitglieder umgehen. Erstmals haben sich die Tester dabei als Hacker betätigt – allerdings mit Erlaubnis. Test schreibt: "Die großen amerikanischen Netzwerke haben beim Datenschutz am schlechtesten abgeschnitten. Facebook, Myspace und Linkedin schränken die Rechte der Nutzer ein, räumen sich selbst aber weitreichende eigene ein, vor allem die Weitergabe der privaten Daten an Dritte. Bei Facebook heißt es: „Du gibst uns eine weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest“. IP-Inhalte sind das geistige Eigentum z.B. an Texten und Bildern. Myspace verwendet über 20 unwirksame Klauseln. Darin räumt sich der Anbieter auf geradezu unverschämte Art Rechte an den Nutzerdaten ein. Positive Beispiele sind die Netzwerke studiVZ und schülerVZ, die dem Nutzer Einflussmöglichkeiten auf die Verwendung seiner Daten bieten und sie kaum an Dritte weitergeben. Auch um die Datensicherheit ist es oft schlecht bestellt. Bei einigen Netzwerken hat es nur wenige Tage gedauert, bis die Stiftungsmitarbeiter mit relativ einfachen Mitteln jedes beliebige Nutzerkonto übernehmen und auf die gespeicherten Daten zugreifen konnten. Selbst wer auf seine Privatsphäre achtet, kann schnell ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden. Seit Dezember 2009 sind die Datenschutzeinstellungen von Facebook so geändert, dass etliche Profildaten, beispielsweise Name, Nutzerfoto und die Mitgliedschaft in Gruppen – bis dahin nur für Freunde sichtbar – nun öffentlich sind. Wer das nicht möchte, muss sehr umständlich die Einstellungsmöglichkeit suchen und ändern. Der ausführliche Test ist in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und online unterwww.test.de/netzwerke veröffentlicht. Facebook hat offiziell noch keine aktuellen Zahlen veröffentlicht. Auf der Presseseite des Unternehmens wird von über 400 Mio Mitgliedern gesprochen. Das bereits 2004 gegründete Netzwerk Myspace spricht von 100 Mio Usern, die monatlich aktiv die Plattform nutzen, davon 70 Mio in den USA. Mit diesen Zahlen lässt sich die deutsche Die XING AG, die ihre Plattform auf berufliche Nutzung ausgerichtet hat, nicht messen. Sie spricht dafür in kaufmännisch nachvollziehbaren Zahlen, hat ihren Umsatz um 28 Prozent von 35,3 Mio. € im Vorjahr auf 45,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2009 steigern können. Wesentlicher Treiber für das Umsatzwachstum war der Anstieg der beitragszahlenden Premium-Kunden, deren Anzahl um 25 Prozent auf 687.000 (Vorjahr: 550.000) gesteigert werden konnte. Insgesamt hatte die XING AG im Jahr 2009 8,75 Mio. Mitglieder (2008: 7,00 Mio.) weltweit. Das entspricht einem Zuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im deutschsprachigen Raum betrug das Mitgliederwachstum 29 Prozent (3,74 Mio. gegenüber 2,89 Mio.). Auch die deutschen Netzwerke StudiVZ, SchülerVZ und diverse andere konnten ihre Mitgliederzahlen steigern. Die derzeit aktuellste BITKOM-Grafik zur Marktverteilung der Netze in Deutschland sieht auf Platz 1 mit Abstand die Plattform StudiVZ. Bleibt abzuwarten, wie sich hier in Deutschland die Verbraucherschutzappelle auswirken werden. Wird Zuckerberg auf Aigner eingehen? Ich persönlich begrüße es, dass die Verbraucherschutzministerin hier Gespräche sucht. Boykottaufrufe hingegen halte ich nicht für sinnvoll. Gerade Facebook lebt von der Internationalität der über 400 Mio Mitglieder. Da kann man nicht mal eben seine Freunde nehmen und auf eine andere Plattform wechseln. Ich glaube nicht, dass das Wachstum stagnieren, gar zurückgehen wird. Die deutschen User werden sich nicht abhalten lassen, dem weltweiten Social-Media-Boom weiter zu folgen. Der Song zum Thema: 03/10/2010
This is your new blog post. Click here and start typing, or drag in elements from the top bar. Was hat Europa den Amerikanern voraus? Bei uns ist man schon auf Wolke 7 am Ziel seiner Träume, in den USA muss man zwei Wolken weiter auf Cloud Number 9 wechseln. Der Standard , ein Newsletter aus Österreich, hat Kanzlerin Merkel bei ihrem Messerundgang begleitet und mit ihr zusammen den Stand des Augsburger Herstellers Fujitsu besucht. Fujitsu bietet diese "neuartigen" Rechenzentrumsleistungen über ihren Fachhandelskanal an. Der Hersteller verwaltet die Daten auf virtuellen Servern im eigenen Rechenzentrum, sorgt für erforderlichen Support und spielt die Software ein, die der Kunde nutzen möchte. Berechnung und vorOrt-Betreuung erfolgt wie gewohnt über den Systemhauspartner. Eine Lösung, die die meist langfristig gewachsenen Beziehungen zwischen den gewerblichen Nutzern, ihren Systembetreuern und dem Hersteller würdigt. Wer hat die Cloud eigentlich erfunden? Ist sie wirklich so neu? Gehen wir zurück ins Jahr 1971. Da wurde nämlich die START GmbH als Joint Venture der Bahn, Lufthansa und diverser Reisebüros gegründet. Ziel: Reisebuchung in die (damals noch nicht bekannte) Wolke zu verlagern und die Reisbüros über Terminals anzuschließen. Heute buchen unter dem Namen Amadeus weltweit über 100.000 Reisebüros und 36.600 Airline-Offices in der Amadeus-Wolke. Die Bandbreite des heutigen WEB hat diese Möglichkeit des weltweit vernetzten Rechenzentrums nun für alle Nutzer erschlossen. Der Privatnutzer kann über Googlemail und Googletext seine Daten in die Wolke stellen und an jedem Rechner mit Internetverbindung - weltweit - darauf zugreifen und damit arbeiten. MICROSOFT hat sein Büro ebenfalls in die Wolke gestellt und bietet ab 2,52 Euro pro Arbeitsplatz komplette Office-Funktionen für den sogenannten Deskless User an. Das sind dann die sogenannten Public Clouds, ein Markt, den diese beiden großen Anbieter für sich definiert haben. Google im Direktvertrieb, Microsoft im Vertrieb über ihre Fachhandelspartner, die die Anwender bei der Umrüstung betreuen. Vorteil für den Anwender: Software auf immer aktuellem Stand, Daten überall verfügbar. Den gleichen Vorteil können große und miteinander vernetzte Unternehmen nutzen. In der sogenannten "Private Cloud" werden die Unternehmensdaten verwaltet, vernetztes Arbeiten bis hin zum Home-Office-Betrieb sind problemlos möglich. Mittel- und langfristig kommt es hierbei zu einer Verlagerung der Hardware vom Anwender zum Serviceanbieter. Dieser ist - gerade bei den Private Clouds in der Regel nicht der Systemhauspartner des Anwenders. Darum ist es wichtig, diese fachlich qualifizierten Betreuer in die Wertschöpfungskette einzubeziehen. Alle Hersteller sind aufgerufen, sich Gedanken über die Einbeziehung ihrer Partner in den Vertriebskanälen zu machen. Der Vater des Direktvertriebs, DELL, arbeitet seit einiger Zeit mit Fachhandelspartnern zusammen. Andere scheinen sich gerade auf einer großen Wolke von den herkömmlichen Vertriebswegen zu entfernen. Wenn wir hier von disruptiver Technologie sprechen, einer Technologieentwicklung, die unter anderem dazu führt, dass vorhandene Systeme, also auch Vertriebskanäle, verdrängt werden, dann sollten wir dabei bedenken, dass Geschäfte immer noch von Menschen gemacht werden und technisch versierte Menschen den nicht so versierten beim Einsatz dieser Technologien helfen. Alle Beteiligten - Hersteller, Distributoren, Händler, Anwender - müssen sich Gedanken machen, wie sie ihren Platz und ihr Miteinander unterhalb der Wolke definieren. Da braut sich etwas zusammen - und wir wissen, dass sich hinter Wolken nicht immer nur Sonnenschein verbirgt. Konferenz zu Sicherheit und Datenschutz im Internet Berlin, 9. Februar 2010 - Der Schutz der persönlichen Daten im Internet ist eine der „wichtigsten Kernaufgaben von Politik und Wirtschaft“. Das betonten Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner und BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf bei einer Pressekonferenz heute in Berlin. Moderne digitale Technologien hätten nur dann eine reale Chance, wenn auch die Interessen der Verbraucher umfassend geschützt seien. Anlässlich des „Safer Internet Day“ veranstalten das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) gemeinsam die Konferenz „Sicherheit und Datenschutz – Wer trägt welche Verantwortung?“. „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Persönliche Daten sind persönliches Eigentum und müssen es bleiben“, sagte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner. „Nur wer sich darauf verlassen kann, dass die eigenen Daten im Netz umfassend geschützt sind, wird die digitalen Angebote der Wirtschaft nutzen.“ Das Bundesverbraucherministerium und der BITKOM haben für die Verbraucherinnen und Verbraucher gemeinsam die wichtigsten Tipps zu Datenschutz und Sicherheit im Internet zusammengestellt. Das Informationsblatt ist unter www.bmelv.de sowie www.bitkom.org/datenschutz-tipps online kostenfrei verfügbar. „Die einen geben ohne Bedenken ihr ganzes Leben preis – inklusive intimster Informationen. Und andere machen aus Angst vor Ausspähung weder Online-Shopping noch Internet-Banking. Politik, Wirtschaft und Verbraucher müssen gemeinsam dafür sorgen, dass private Daten im Web sicher sind“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Aigner und Kempf appellierten an die Verbraucherinnen und Verbraucher, nur nach sorgfältiger Prüfung ihre Daten im Internet freizugeben: „Internet-Nutzer sollten genau darauf achten, an wen sie ihre E-Mail-Adresse weitergeben oder ob sie bei Online-Services in die Weitergabe ihrer persönlichen Daten einwilligen.“ Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM hatten im vergangenen Jahr 40 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren, das sind 28 Millionen Bundesbürger, persönliche Informationen wie Profile, Bilder und Gedanken im Internet veröffentlicht. 2008 waren es erst 23 Prozent. Besonders beliebt sind Profile in Internet-Gemeinschaften. 60 Prozent aller Internet-Nutzer sind in „Communitys“ Mitglied. Unter den 14- bis 29-jährigen sind sogar neun von zehn Surfern in Communitys aktiv. Ein Teil der Internet-Nutzer macht dabei bewusst auch falsche Angaben. Jeder vierte Surfer ab 14 Jahren gibt auch einmal unwahre Daten ein, ergab die Umfrage von BITKOM und Forsa. Das entspricht 12 Millionen Deutschen. Am häufigsten werden Name und Alter falsch angegeben. „In erster Linie sind Falschangaben eine Abwehrreaktion gegenüber zahlreichen Datenabfragen im Internet“, sagte Prof. Kempf. Zahlreiche Nutzer wollen auf diese Weise anonym bleiben. 58 Prozent der Anwender, die Falschangaben machen, ist es suspekt, so viele persönliche Daten preisgeben zu müssen. 10 Prozent nannten als Grund für falsche Angaben, dass sie sich unerkannt nach einem neuen Partner umschauen wollen. „Wie im richtigen Leben brauchen Web-Surfer ein gesundes Misstrauen“, so Kempf. „Gerade weil man seinem Gegenüber nicht ins Gesicht sieht, sollte man nicht alles glauben.“ Unwahre Angaben sind aber nur bedingt ein Schutz vor Datenmissbrauch. BMELV und BITKOM empfehlen, mit Daten grundsätzlich sparsam umzugehen. In Formularen sollten nur Informationen angegeben werden, die zur Nutzung der Dienste wirklich nötig seien. In vielen Netzwerken kann der Datenschutz individuell eingestellt werden – etwa, indem Fotos oder Kontaktdaten nur Bekannten zugänglich gemacht werden. Wichtig seien auch sorgfältig gewählte Passwörter und aktuelle PC-Sicherheitsprogramme. Einig waren sich Bundesministerin Aigner und der Hightech-Verband BITKOM, dass das Datenschutzrecht weiter an die digitale Entwicklung angepasst werden müsse. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner forderte eine Stärkung der Verbraucherrechte: „Der Grundsatz, dass Daten nur mit Einwilligung der Betroffenen verwendet werden dürfen, muss weiter gestärkt werden. Wer persönliche Daten ins Netz stellt, sollte grundsätzlich auch das Recht behalten, diese wieder zu löschen. Wir benötigen einen Kopierschutz, damit Inhalte nicht kopiert und an anderer Stelle ins Netz gestellt werden können. Internet-Browser sollten zudem datenschutz- und sicherheitsfreundliche Voreinstellungen haben, so dass Nutzer nicht erst aktiv werden müssen, wenn sie nicht wollen, dass ihre Daten weitergegeben werden.“ „Der Daten- und Verbraucherschutz im Web darf kein Flickenteppich bleiben“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf. „Heute regeln oft mehrere Gesetze dieselben Themen.“ Nötig sei eine umfassende Anpassung des Datenschutz- und Medienrechts an die Web-2.0-Ära. Oberflächliche Änderungen nach Fällen von Datenmissbrauch genügten nicht. Zudem komme es darauf an, vorhandene Sanktionsmöglichkeiten auch zu nutzen. Prof. Kempf: „Im Internet ist weniger fehlendes Recht das Problem, vielmehr fehlende Rechtsdurchsetzung.“ Der BITKOM begrüßte die von der Bundesregierung geplante „Stiftung Datenschutz“. „Eine Stiftung Datenschutz kann den Informationsstand der Bürger weiter fördern und Vorschläge für ein modernes Datenschutzrecht machen“, sagte Prof. Kempf. „Gleichzeitig kann sie einen freiwilligen Datenschutz-Check für Angebote aus der Wirtschaft entwickeln.“ Damit könnten Firmen ausgezeichnet werden, die sich besonders für den Datenschutz engagieren. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner betonte, dass vergleichende Tests die Transparenz der Datenschutzpraxis verschiedener Angebote wesentlich verbessern könnten. „Hier könnte die Stiftung Datenschutz einen Beitrag leisten“, so Aigner. Mehrere durch das Bundesverbraucherschutzministerium geförderte Projekte unterstützen die Verbraucherinnen und Verbraucher bereits heute beim Selbst ihrer Daten: · Die Jugendkampagne „Watch your Web“ sensibilisiert Jugendliche für einen sensiblen Umgang mit persönlichen Daten und zeigt ganz konkret, wie bei den verschienen Internet-Gemeinschaften (Communitys) die Sichtbarkeit des eigenen Profils eingestellt werden kann. Auf die Kampagnenseite wurde bisher über 1,6 Millionen Mal zugegriffen. Die vom Bundesverbraucherministerium und dem Bundesfamilienministerium finanzierte Aktion wird auch vom BITKOM unterstützt. · Das vom BMELV geförderte Informationsportal www.verbraucher-sicher-online.de der Technischen Universität Berlin bietet praktische Tipps und Anleitungen wie die Nutzer Schritt für Schritt ihren Computer sicher einstellen und ihre Daten schützen können. Die Nutzererfahren auch, wie sie gekaufte Musik für ihren MP3-Spieler umwandeln können und was dabei erlaubt ist. Hier findet sich auch eine Übersicht über viele weitere Angebote rund um Computer- und Internetkompetenz für verschiedenste Zielgruppen. · Auf der Internetseite www.surfer-haben-rechte.de erfahren die Verbraucher, was Datenschutz, Vertragsrecht und Urheberrecht im Online-Alltag für sie bedeuten. Hier können die Verbraucher auch schwarze Schafe melden. Diese Seite des VerbraucherzentraleBundesverbandes wird ebenfalls vom BMELV gefördert. Der BITKOM gibt ebenfalls eigene Verbraucherinformationen heraus und beteiligt sich an der Initiative „Deutschland sicher im Netz e.V.“, in deren Beirat auch das BMELV vertreten ist. Die Initiative ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Verbände, Unternehmen und Institutionen unter Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums. Hier bekommen Unternehmen, Privatnutzer und Jugendliche Tipps zum sicheren Surfen. Zudem ist BITKOM Gründungsmitglied der Initiative „Ein Netz für Kinder“. Sie hat mit fragfinn.de einen sicheren Surfraum für den Nachwuchs geschaffen. Vom 23.04.2009: Betrachten wir einmal die Situation mit der Brille eines mittelständischen Unternehmers. Wie wünscht er sich die Politik? Wie soll sie ihm helfen, das Licht am Ende des Tunnels zu erreichen? Nicht durch Regulierung, nicht durch Bevormundung, nicht mit 1001 Formularen für 1002 Förderungstöpfe, an die ohnehin nur die anderen kommen. Der Staat soll die Basis schaffen, dass selbstständiges Arbeiten im Mittelstand wieder möglich ist und dass Unternehmertum sich lohnt. Wer ist der Mittelstand? Wer verkörpert ihn? Grafik mit freundlicher Genehmigung des IfM Bonn: [Photo] Mittelständische Unternehmen sind inhabergeführt. Die Unternehmerin, der Unternehmer ist Motor seines Betriebes. Sie/er trägt das Risiko, hat das eigene Geld ins Unternehmen gesteckt und entscheidet, was zu tun ist. Gemäß einer Auswertung des Institutes für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn aus dem Jahr 2008 sind 99,7 % der mittelständischen Unternehmen Betriebe KMU (kleine und mittelgroße Unternehmen), die unter 50 Mio Euro Jahresumsatz machen und bis zu 499 Mitarbeiter beschäftigen. Das sind fast alle Betriebe in Deutschland. Geht man noch einen Schritt weiter, verkörpern laut IfM-Statistik 3.169.144 Firmen mit unter 10 Mitarbeitern und einem Umsatz von bis zu 10 Mio Euro im Jahr die deutsche Unternehmenslandschaft. Somit also eher kleine Unternehmen, die gegründet werden, arbeiten und wieder schließen, ohne das die Volkswirtschaft den Einzelnen registriert. Lassen Sie uns diesen überwältigenden großen Teil des Mittelstandes nur für diese Betrachtung als „Kleinen Mittelstand“ definieren. Wie finanziert sich der Mittelstand? Hier hat das IfM folgende Finanzierungsmöglichkeiten nach Bedeutung ermittelt: 1. Selbstfinanzierung aus Gewinn, Abschreibungen, Rückstellungen 2. Bankkredite 3. Gesellschafter-/Familiendarlehen 4. Fördermittel 5. Lieferantenkredite 6. Einlagen-/Beteiligungsfinanzierung Ausgangslage heute für den Kleinen Mittelstand:1. Gewinn, Abschreibungen und Rückstellungen werden nicht mehr in der Höhe zur Verfügung stehen wie in wirtschaftlich guten Zeiten. Ertragsrückgänge führen zur Investitionszurückhaltung, wer nicht investiert kann auch nicht abschreiben. Rückstellungen aus guten Zeiten werden für den Betriebserhalt eingesetzt, neue Rückstellungen selten gebildet. Fazit: Die wichtigste Finanzierungsmöglichkeit des Mittelstandes wirkt nicht mehr. 2. Banken und Basel II sorgen für eine völlig neue Definition des zweitwichtigsten Mittelstandfinanzierungswerkzeugs. Große Bankkonzerne ziehen sich nicht erst jetzt sondern schon seit Jahren aus dem Mittelstand, vor allem aus dem kleinen Mittelstand zurück. Die Kreditneuvergabe wird immer restriktiver gehandhabt, vorhandene Linien werden neu bewertet und zurückgefahren. Banken erkennen andere, lukrativere Geschäftsfelder wie Investmentbanking und Provisionsgeschäfte. Es hat den Anschein, Basel II diene als Alibi zur weiteren Bereinigung des Kundenstammes. Die Kleinen bleiben auf der Strecke. Fazit: Finanzierungsmöglichkeit Nr. 2 ist nicht mehr für jeden in der benötigten Form verfügbar. 3. Unter der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und speziell der unter Punkt 1 und 2 bereits aufgeführten rückläufigen Hauptfinanzierungsmöglichkeiten wächst die Sorge, keinen Ertrag mehr aus investiertem Kapital zu erhalten. Dies führt bei Gesellschaftern und Familienkreditgebern dazu, das Engagement noch einmal unter Sicherheits- und Ertragsaspekten zu beurteilen. Im Zweifelsfalle erscheint es sicherer, die finanziellen Mittel mit 3 % Verzinsung in ein langfristiges steueroptimierendes Versicherungsmodell zu stecken als in einen Mittelstandsbetrieb. Fazit: Durch Umschichtungen der privaten Kapitalanlagen verliert der Mittelstandsunternehmer den drittwichtigsten Finanzierungshelfer. 4. Fördermittel eignen sich nur für einen kleinen Kreis der größeren mittelständischen Unternehmen. So liegt die Mindestbeteiligung förderorientierter Beteiligungsgesellschaften bei über 100 T Euro, Gewerbsmäßige Venturekapitalgeber starten nicht unter 250 T Euro. Das neue Microdarlehen gilt nur für Existenzgründer und ganz junge Firmen. Mittelstandsorientierte Förderprogramme erreichen selten den Adressaten. Kreditinstitute, die vielfältig als Mittler fungieren sollen, beklagen unzureichende Durchleitungsmargen. Die großen Förderkörbe z.B. aus der EU hängen schaon aufgrund des Vergabeprozederes zu hoch für den Kleinen Mittelständler. Fazit: Förderprogramme als Finanzierungsalternative sind nicht attraktiv für den Kleinen Mittelstand. 5. Bleiben die Lieferantenkredite. Wenn da nicht wieder Basel II wäre. Denn gerade die Lieferanten werden sich zukünftig den Ratings unterziehen müssen. Da steht auch, dass ein schneller Kapitalrückfluß sich positiv auf das Ratingergebnis auswirkt. Die schwierige Finanzlage der Mittelstandes führt dazu, dass die Lieferanten zunehmend die Einhaltung kurzer Zahlungsziele fordern werden. Fazit: Lieferantenkredite als Finanzierungsquelle fallen aus. 6. Über eine Einlagen- oder Beteiligungsfinanzierung haben bisher nur wenige kleine Mittelständler nachgedacht. 2.033.853 der 1998 vom IfM gezählten Unternehmen sind Einzelfirmen, 239.908 oHGs, 25.304 GmbHs und 340.875 GmbH & Co. KGs. Die Einzelfirmen kennen keine Beteiligungskonzepte, kleine GmbHs und oHGs versorgen sich mit den unter 3. Genannten Finanzierungsalternativen. Hier scheint der Weg aus der Krise zu sein. Wo sind die Hebel anzusetzen? Der kleine Mittelstand verfügt über zu wenig Eigenkapital – diese Fehlentwicklung muß schnellstens und unkonventionell korrigiert werden. Dafür ist unerheblich, wer ab Oktober in Deutschland regiert. Es ist eine elementare Aufgabe jeder Regierung, dieses Problem, welches deutsche Unternehmen auch im europäischen und internationalen Wettbewerb benachteiligt, schnell und unkonventionell zu lösen. Zunächst einige Fakten zum Thema Eigenkapitalquote: 1. Was ist Eigenkapitalquote? Die Eigenkapitalquote ist das prozentuale Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme EK/(EK+FK). Sie ist eindeutiger Indikator der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität des Unternehmens. Je höher die Eigenkapitalquote, um so wahrscheinlicher können eventuell auftretende Verluste ausgeglichen werden. 2. Internationaler Vergleich Die Eigenkapitalausstattung der deutschen Unternehmen hat sich heute zwar verbessert . Bei den kleinen Mittelständlern sieht es allerdings wesentlich dramatischer aus. Hier sind Quoten unter 10 % eher normal. Dadurch begründet sich der hohe Fremdkapitalbedarf, der bisher durch Bankkredite abgedeckt wurde. 3. Keine Möglichkeiten, selbst Eigenkapital aufzubauen Hohe Steuern und Sozialabgaben, Preiskämpfe in allen Branchen, schlechte Zahlungsmoral und gestiegene Forderungsausfälle verhindern die Eigenkapitalaufstockung aus eigener Kraft. Es muss attraktiv werden, den kleinen Mittelstand mit kleinen Summen beim Aufbau von Eigenkapital zu unterstützen. Hier stellt sich die Aufgabe für die Regierung. Nicht als Subvention, nicht als komplizierte Förderung oder Darlehen sondern als allgemeinverständliche Maßnahme müssen hier Akzente gesetzt werden. 4,5 Billionen Euro Vermögen in privater Hand (Bundesbank,Monatsbericht Nov. 2008)warten auf Einsatzmöglichkeiten . Was bietet der Kapitalmarkt dem kleinen Mittelständler für Nutzen? Dieses Thema ist schnell behandelt. Leasing ergibt den Vorteil, die Nutzungskosten auf mehrere Perioden aufzuteilen. Hier schöpft der kleine Mittelständler im Moment Reserven die aber nur scheinbar wirken. Denn ein hoher Leasinganteil im Anlagevermögen beeinflusst wiederum die Bonität des Unternehmens negativ. Factoring, d.h. Verkauf von Forderungen an eine Factoringgesellschaft als Vertriebsfinanzierung fällt von vorherein aus. Die meisten Gesellschaften fangen erst bei 1,5 Mio Euro Umsatzpotenzial an – das erreichen die Kleinen Mittelständler gar nicht erst. Hier könnte ein Modell für kleine Mittelständler – zum Beispiel Poolbildung – von hohem Nutzen sein. Venture Capital Gesellschaften interessieren sich nicht für den kleinen Mittelstand. Unabhängig davon, dass das Umsatzvolumen des Kleinen Mittelständlers es nicht erlaubt , überhaupt in Gespräch zu kommen, verlangen sie neben aufzeigbaren Exitmöglichkeiten (Verkauf der Anteile i.d.R. nach 3-5 Jahren) kompetentes Management, Controlling, Planungssystem und klar erkennbare Wettbewerbsvorteile. Venture Capital als Alternative fällt aus. Die Mittelstandsbank soll unter dem Dach der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) zusammengefasst werden. Sie soll sich vor allem um die Geldbeschaffung für Existenzgründer und den Mittelstand kümmern. Mobilisierung des privaten Vermögens in Deutschland Es scheint verwegen, in einer Zeit, in der manche Politiker über eine Besteuerung des Privatvermögens nachdenken, einen Vorschlag zu unterbreiten, der scheinbar die ohnehin Vermögenden noch reicher machen kann. Was aber heute in Deutschland fehlt, ist ein Anreiz für Vermögende, ihr Kapital auch unter Akzeptanz von Risiko zu investieren. Der Grundgedanke ist einfach. Da der kleine Mittelstand derzeit nicht in der Lage ist, seine Eigenkapitalstruktur aus eigener Kraft zu verbessern, empfiehlt es sich nicht, staatlicherseits zu subventionieren oder Kreditprogramme zu initieren. Das private Vermögen muß mobilisiert werden. Der Staat kann dabei sogar als lachender Dritter mittelfristig seine Steuereinnahmen verbessern. Das Paket „KMU-Wagniskapital“ könnte – vereinfacht dargestellt – wie folgt aussehen: Jeder hat die Möglichkeit, steuerbegünstigt als Eigenkapitalbildung in eine KMU-Kapitalgesellschaft zu investieren. Der Kapitalanteil darf jedoch 40 % des Stammkapitals nicht überschreiten. Aufgrund der Risikos einer solchen Investition darf er diese Kapitalbeteiligung, die er eigenkapitalerhöhend und für mindestens 5 Jahre einbringen muss, im Jahr der Investition zu 100 % als Verlust aus Unternehmensbeteiligung steuerlich abschreiben. Dies gilt auch für die Beteiligung von juristischen Personen an KMU. Hier darf die Investionsumme nicht mehr als 50% des Gewinns vor Steuern betragen. Damit wird erreicht: 1. Dass das derzeit in Deutschland mehr oder weniger geparkte private Investionskapital mobilisiert wird. 2. Dass viele Einzelunternehmen aufgrund der neuen Konstellation in Kapitalgesellschaften umfirmieren und damit einfacheren steuergesetzlichen Regulierungen unterliegen. Die Trennung von Privat- und Geschäftsvermögen wird deutlicher. 3. Wenn die Beteiligung Gewinn abwirft, muss dieser versteuert werden. 4. Die Professionalität der KMUs in Sachen Betriebswirtschaft zunimmt. 5. Dass der Kapitalgeber nicht vom ersten Jahr an Ausschüttungen erwartet, dem Unternehmen Zeit zum Wachsen geben muss. Was kann passieren? 1. Die Firma, in die investiert wurde, wird insolvent. Dann ist der Verlust des Investors um die Steuerersparnis bereinigt ein halber Schmerz (mit dem Finanzamt geteilt). 2. Die Firma bekommt durch den Eigenkapitalzufluss einen positiven Schub und wirft vom 1. Jahr an Gewinne ab. Dann muss der Gewinn versteuert werden. Finanzamt und Investor sind zufrieden. 3. Die Firma erwirtschaftet keine Erträge, die sich der Investor vorgestellt hat, er zieht sein Kapital nach der Mindestlaufzeit von 5 Jahren zum testierten (!) Wert wieder aus dem Unternehmen – dann zahlt er die Steuern zurück, die er zu Beginn des Investments gespart hat. Auszug aus TEAM: Toll, Ein Anderer Macht´s Sind wir nicht alle Avatare? 02/08/2010
VWenn man so beobachtet, wie possierlich, witzig, ernst oder auch phantasievoll wir uns mit Bildchen, Namen Avataren und sonstigen Figuren umgeben, dann sehen wir, was für ein Riesenspielparadies das Internet auch sein kann. Ich bin seit geraumer Zeit im Twitter unterwegs. Man erreicht mich unter www.twitter.com/FrankGarrelts . Ich habe mich bewusst hier und auf anderen Plattformen gegen das Pseudonym entschieden und habe es bisher nicht bereut. Warum? 1. 123people, yasni und ähnliche Seiten haben aus dem Laufe meiner Webzeit so viele Informationen über mich zusammengetragen, dass es langsam unübersichtlich wird. Es ist sowieso alles irgendwo nachlesbar ;-). 2. Im Xing, Linkedin, Plaxo, Facebook muss man auch seinen echten Namen angeben - da hab ich bisher auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht - im Gegenteil, die Netzwerke arbeiten für mich. 3. Wenn ich etwas schreibe, bemühe ich mich, zu überlegen, ob es mir nützt, anderen nützt oder gar nichts nützt - letzteres schreibe ich dann nicht, ersteres am liebsten. Wenn ich also etwas schreibe, was mir Nutzen bringen soll - dann muss ich mich ja wohl outen. Ausserdem sind wir über die IP-Adresse sowieso schon gläsern, durch die Funspiele in Facbook schon genügend gescannt und darum hat unsere Webpersönlichkeit schon etwas von einem Avatar - auch wenn wir mit eigenem Namen dahinter stehen. Aber der (Echt)Avatar ist trotzdem schöner. Das Bild zeigt uns von der besten Seite, doppelkinnbereinigt und strahlend. Die Profile deuten immer wieder darauf hin, dass man dem Ideal-Body-Mass-Index näher ist, als man zugeben möchte. Man ist weitgereist, belesen, kennt gute Filme und umgibt sich mit jugendlich wertvollen Attributen. Man ist schlagfertig und weiß alles (Dank Wikipedia), kann alle Fremdsprachen dem Sinn nach verstehen (Dank Babylon) und weiß alles eher als andere (Dank Twitter). Nun mal im Ernst die Frage: sind wir nicht alle Avatare? So gibt es uns doch nicht wirklich ;-)) |


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